Sofa-Ratgeber: Leder- oder Stoff-Sofa?

Welches Material ist das richtige für dein neues Sofa?

Wer sich ein neues Sofa kaufen will, steht auch vor der Frage: Welches Material ist das richtige Polsterbezug für mein neues Sofa? Die Auswahl an Polsterbezügen ist vielfältig. Zunächst stehst du vor der Frage, ob es Stoff oder Leder sein soll. Und dann kommt eine noch viel differenzierte Entscheidung auf dich zu. Denn Glattleder ist nicht gleich Rauleder und Mikrofaser macht keine Baumwolle aus. Verwirrt? Dann ist unser Sofa-Ratgeber die Lösung auf all deine Material-Fragen!

Sofas aus Leder

In der Möbelbranche wird zwischen zwei Lederarten unterschieden, die bei Polstermöbeln wie Sofas oder Sessel aus Leder eine Rolle spielen: Glattleder und Rauleder. Diese zwei Echtleder-Sorten lassen sich jeweils in weitere spezielle Ledertypen, die bei Wahl eines neuen Ledermöbels wichtig sind, unterteilen. Wir erklären dir erst die größten Unterschiede zwischen den beiden Leder-"Familien" und gehen danach auf die individuellen Typen ein.

Rauleder-Typen

Wildleder

Ursprünglich war der Ausdruck "Wildleder" ein Oberbegriff für alle Tiere, die in der Wildnis leben. 

  • Wildleder ist angerautes Leder
  • Begriff wird weitläufig genutzt, oft ist der Ursprung aus der Wildnis nicht mehr relevant
  • Unsicher? Händler kontaktieren!
  • Samtig-wirkende Oberfläche
  • Verträgt keine Nässe

Nubukleder

Beim Nubukleder wird wie bei Glattleder die glatte Narbenseite der Tierhaut verarbeitet. 

  • Im Gegensatz zum Glattleder wird diese Narbenseite aber angeraut
  • Flaumige, weiche Oberfläche
  • Natürliche Hautmaserung bleibt oft sichtbar
  • Anfällig für Flecken, Verspeckungen und Kratzer
  • niedrige UV-Beständigkeit

Veloursleder

Beim Veloursleder wird die gegerbte Lederrückseite abgeschliffen (nicht die glatte Narbenseite). 

  • Narbenbild und Co. werden sichtbar weggeschliffen
  • Hohe Atmungsaktivität
  • Selten bei Möbel, da nicht so robust wie die anderen Rauleder-Typen
  • Überaus geschmeidig
  • Gleiche Nachteile wie Nubukleder

Alle drei Rauleder-Typen erfordern ungefähr dasselbe Maß an Achtsamkeit und Pflege. Deswegen gilt diese Checkliste für alle rauen Lederbezüge.

✅Checkliste Sofa-Kauf: Rauleder ist das richtige Material für dich, wenn:

  1. Missgeschicke dir selten passieren.
  2. du sehr und sorgsam mit all deinen Möbeln umgehst.
  3. du das warme, samtige Gefühl von Rauleder liebst.
  4. du das Sofa und sein Lederbezug vor direkter Sonneneinstrahlung schützen kannst.

Hellbraunes und gelbes Echtleder-Sofa nebeneinander in modernen, hellen Wohnzimmern

Glattleder-Typen

Gedecktes Leder

Nachdem das Leder gegerbt und die Farbgrundierung aufgetragen wurde, folgt eine farbige Pigmentschicht. Gedecktes Leder wird daher auch pigmentiertes Leder genannt.

  • Hautbild mit Poren wird nahezu unsichtbar
  • Lederbezug fühlt sich durch die zusätzliche Schicht etwas härter und kühler an
  • Kaum anfällig für Flecken
  • Sehr pflegeleicht
  • ✅ Perfekt für Familien, Hund & Katze

Anilin-Leder

Nach der Farbgrundierung folgt keine weitere Schicht. Die Anschaffung eines Sofas mit Anilin-Leder ist etwas teurer, da nur nahezu perfekt aussehende Tierhäute verarbeitet werden.

  • Struktur der Tierhaut bleibt gut sichtbar
  • Unbezahlbare, elegante Ausstrahlung
  • Optimale Atmungsaktivität
  • Wirklich sehr anfällig für Flecken
  • ✅ Nur für sehr achtsame Personen geeignet

Semi-Anilinleder

Das Beste aus zwei Glattleder-Welten. Semi-Anilin vereint die Vorteile von Anilinleder und gedecktem Leder. Für mehr Schutz und Farbe wird eine oberflächliche Pigment-Tönung vorgenommen. Der Unterschied ist vergleichbar wie beim Frisör: Eine Haartönung ist viel sanfter und leichter als das Färben.

  • Oberflächliche Pigment-Tönung, nicht Färbung
  • Hautbild inkl. Poren bleiben sichtbar
  • Lederbezug ist widerstandsfähiger
  • Pflegeleichter als Anilin
  • ✅ Perfekt für Lederliebhaber, bei denen dennoch manchmal was daneben geht

Sofas aus Stoff

Bei der Frage, welches Material für das Sofa und für dich geeignet ist, dürfen Couches mit Stoffbezug nicht vergessen werden. Ihr Vorteil gegenüber Ledersofas ist klar: Textilien sind leichter einzufärben, daher gibt es bei Polstermöbel mit Stoffbezug auch sehr viele Farben und Muster zu entdecken. Aber was macht die einzelnen Stoffarten aus? Wir verraten es dir!

Sofabezug aus Naturfasern

Baumwolle

  • atmungsaktiv
  • elastisch und strapazierfähig
  • leicht waschbar
  • Flecken oft leicht entfernbar
  • pillingresistent

Leinen

  • hautwärmend im Winter, kühl im Sommer
  • knitterempfindlich
  • atmungsaktiv
  • nicht so robust
  • Knötchenbildung

(Schur-)Wolle

  • kann viel Feuchtigkeit aufnehmen
  • wärmend
  • geruchsneutral
  • nicht so pflegeleicht
  • Knötchenbildung

Samt

  • leichter Schimmer
  • besonders weich
  • Florhöhe bis maximal 2 Milimeter = Samt
  • über 2 mm = Velours
  • über 4mm = Plüsch

Couchbezug aus Kunstfasern

Cord

  • stilsicheres Rippengewebe
  • schöne Weichheit
  • haltbares Material
  • pflegeleicht

Mikrofaser

  • sehr feiner Stoff
  • reißfest und resistent
  • schmutzabweisend 
  • sehr pflegeleicht

Viskose

  • künstliche "Seide"
  • weich und angenehm
  • glänzende Oberfläche
  • hautfreundlich

Collage von drei Sofas von RAUM.FREUNDE: Graues kleines Ecksofa, große dunkelgraue Wohnlandschaft und Zweisitzer in Grün aus Cord

Chenille(-flachgewebe)

  • Hautschmeichler
  • strapazierfähig
  • langlebig
  • feine, glatte Optik

Kunstleder

  • nicht sehr atmungsaktiv
  • sehr pflegeleicht
  • preisgünstiger als Echtleder
  • Vegane Alternative für Fans von Leder-Optik

Polyester, Polyacryl, Polyamid, Polypropylen

  • Empfinden Gefühl nach Wolle oder Baumwolle nach
  • ausdauernd und widerstandsfähig
  • farbecht
  • kostengünstiger


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